Berufsvorbereitung

 

Mein beruflicher Weg begann mit einem berufsvorbereitenden Praktikum beim größten Mössinger Unternehmen, der Pausa AG. Zuerst war ich beim Vesperverkauf in der Firmenkantine eingesetzt. Es folgte die Mitarbeit im Schablonenlager und in der Filmherstellung. Schließlich holte mich der Prokurist der Firma in die kaufmännische Abteilung (die Vervielfältigung von Auftragspieren und die Bedienung des Fernschreibers waren meine neuen Aufgaben).

 

Auf seinen Rat hin habe ich mich für die Wirtschaftsschule beworben. Dies war nicht ganz einfach, weil es damals in der Volksschule noch keinen Englischunterricht gab. Ich nahm an Englisch-lehrgängen der VHS teil und besuchte einen privaten Schreibmaschinenlehrgang. Die zweijährige Wirtschaftsschule schloss ich mit der Durchschnittsnote 2,5 ab.

 

In meiner Berufwahl war ich wegen meiner körperlichen Behinderungen eingeschränkt. Ich wollte in die Verwaltung, habe mich beim Regierungspräsidium und bei der AOK beworben und bekam Absagen. Nach Vorstellungen des zuständigen Arbeitsamtes sollte „Musterzeichner“ werden. Diese Vorstellung war – wegen meiner Augenbehinderung – bestimmt nicht zu reali-sieren. In einem weiteren Gespräch mit dem Arbeitsamt bekam ich dann den Hinweis auf meinen jetzigen Beruf.

 

Steuerberatung

Warum ich Steuerberater geworden bin? Die Vorzüge des Berufes sehe ich in der Mitwirkung bei der Gestaltung und Entwicklung von Unternehmen:

 

Beispiele:

Durch das Mitleben in der Jesus-Bruderschaft Gnadenthal war es mir als Mitarbeiter in der Ge-schäftsführung möglich an der Gestaltung und Entwicklung der Bruderschaft mitzuwirken – an der Dorferneuerung Gnadenthals, am Aufbau und der Entwicklung der Landwirtschaft und am Aufbau und der Entwicklung der Schreinerei. Nach der Wende habe ich auch am Aufbau der neuen Zentren in Hennerdorf / Sachsen und Volkenroda / Thüringen mitgewirkt. Meine Spuren habe ich hinterlassen. Wenn auch heute meine Spuren nicht mehr für jeden sichtbar sind, sich die Jesus-Bruderschaft im Laufe der Zeit verändert hat und andere an den Projekten arbeiten, blicke ich auf meine Zeit des Mitlebens und des Mitarbeitens mit Dankbarkeit und einem gewissen Stolz zurück.

 

Es ist eine Zeitreise, mein berufliches Engagement. Säen, Hegen und Pflegen und Ernten haben ihre Zeit. Die vielen Stationen meines beruflichen Wirkens sehe ich unter diesem Hintergrund.

 

Leben und Beruf sind für mich eine Einheit. Der Beruf ist für mich nicht einfach Job, sondern ein gesellschaftsdiakonischer Dienst. Freundschaften bilden in den meisten Fällen die Basis für meine Tätigkeiten. Aus diesen Beziehungen erwachsen meine Ideen und mein Engagement. So bleibt es nicht aus, dass ich da, wo ich mich beruflich einbringe, auch ehrenamtlich engagiere – eine Unternehmensphilosophie, die nicht immer leicht zu verwirklichen ist. Reichtümer kann ich mir mit dieser Unternehmensphilosophie nicht aneignen. Es war auch so, dass ich den Zusammenbruch meines Engagements in Bensheim – später Fürth – erlebte, weil mein damaliger Partner meine Freundschaft für seine Zwecke missbrauchte.

 

Ich stand kurz vor dem Ruin. Wirklich echte Freunde standen mir in dieser Zeit zur Seite und haben mir geholfen wieder Fuß zu fassen. Diesen gilt an dieser Stelle mein aufrichtiger Dank.

 

Im April 2011 bin ich nach Berlin umgezogen. Meine berufliche Tätigkeit habe ich zum 01.08.2011 eingestellt.

 

Heute gilt mein besonderes Engagement gemeinnützigen und kulturellen Einrichtungen.